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Medialität

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Sonnenuntergang violett

Noch immer ist das Thema der medialen Wahrnehmung etwas, womit sich viele Menschen schwer tun. Aber wo wären wir ohne jene Genies, Erfinder und Freigeister, die offen für Inspiration waren, die mutig ihrer Intuition folgten und neue Wege gegangen sind. Es gab immer jene, die über die Grenzen des Bekannten gingen und „neue Welten“ auf verschiedenen Wegen entdeckten und erforschten. Ihnen verdankt die Menschheit Entwicklung und Fortschritt.

 

Medialität ist das bewusste Wahrnehmen von jenen Schwingungen, die außerhalb der allgemein wahrgenommenen Bereiche liegen. Das Wort „medial“ bedeutet einerseits „in der Mitte“. Es steht aber auch für ein vermittelndes Element oder es wird im Sinne von Nährboden oder Trägermaterial für Informationen benutzt.  Man könnte Medialität also auch so beschreiben, dass jemand, der in seiner Mitte ist bzw. in der Mitte zwischen verschiedenen Seins-Ebenen ist, eine gute Bedingung oder einen guten Nährboden für Informationsempfang hat und diese Impulse dann anderen vermitteln kann.

Jene Leser, die wissenschaftliche Beweise brauchen, finden heutzutage verschiedene Studien und Experimente in den Bereichen der Bewusstseinsforschung und Neurowissenschaften, die sich auch mit erweiterten Wahrnehmungsfähigkeiten beschäftigen. Das Weiterentwickeln von Wahrnehmungssinnen an und für sich, hat nichts mit einem Glauben oder einer Religion zu tun. Man braucht nicht mal eine bestimmte spirituelle Überzeugung, um diese Sinne schulen und gebrauchen zu können.

 

Jeder Mensch hat Wahrnehmungsfähigkeiten. Nur sind sie unterschiedlich stark entwickelt. Das ist das Gleiche wie mit anderen Begabungen. Und natürlich braucht jede Begabung dann auch noch Training, um sich entfalten zu können.

Unabhängig davon kennen viele von uns aber „mediale“ Augenblicke. Du denkst an einen Bekannten und begegnest ihm kurz darauf „zufällig“. Plötzlich ist die Lösung für ein Problem oder ein kreativer Einfall wie aus dem Nichts da. Intuition das ist die Wahrnehmung des – noch nicht – Offensichtlichen ohne die Reflektion des Verstandes. Wir können Inspirationen haben ohne genau zu wissen, woher jetzt ganz genau dieser Impuls kommt und wie er uns erreichte.

 

Für jene, die an Geistigem selbst interessiert sind, ist die Klarheit in der Wahrnehmung oft eine Herausforderung. Worauf ist das Bewusstsein ausgerichtet? Woher kommen die Impulse eigentlich? Kommen alle Impulse wirklich aus dem geistigen Feld, mit dem jemand zu kommunizieren glaubt? Viele Erfahrungen, starkes Unterscheidungsvermögen, Ehrlichkeit, Neutralität und Flexibilität sind wichtig, um nach und nach diese Fragen beantworten zu können und für sich selbst immer klar zu werden.

 

Um die mediale Wahrnehmung zu erklären, ist der Vergleich mit einem Radioempfänger immer noch sehr treffend. Auf welche Frequenz in welchem Wellenbereich ich mich einstellen kann, entscheidet mit darüber, was ich empfange. Diese Fähigkeit der erweiterten Wahrnehmung ist genau wie die „normale“ Art wahrzunehmen, von den Sinnesorganen und dem Gehirn abhängig. Ein Reiz, eine Schwingung muss aufgenommen, weitergeleitet, verarbeitet werden können, um dann ins Bewusstsein zu gelangen. Wir haben recht viele Möglichkeiten, Feinstoffliches wahrnehmen zu können. Durch Übung können wir den Wahrnehmungsbereich unserer physischen Sinne erweitern. Wir können aber auch über das gesamte Körperempfinden, die Gefühle (Emotionalkörper) oder das Denken (Mentalkörper) Energien wahrnehmen. Jeder kann Inspiration und Intuition schulen.

 

Je nach Begabung und Schulung können sich mediale Menschen auf unterschiedliche „Sender“ einstellen und von diesen Frequenzbereichen empfangen. So kann der eine mit den Seelen Verstorbener kommunizieren, der andere mit dem Körperbewusstsein eines Menschen oder mit den geistigen Kräften in der Natur. Die „Nachrichten“ entsprechen natürlich den geistigen Bereichen und Bewusstseinsfeldern, aus denen sie kommen.

 

Wie jede Form der Wahrnehmung ist auch die Medialität individuell. Der persönliche Zustand des Empfängers, seine Intention, äußere Umstände und sogar die Haltung der „Zuhörer“ spielen eine Rolle. Wahrnehmung ist immer komplex und hängt von vielen Faktoren ab. Kein Erfassen ist hundertprozentig objektiv. Das ist nicht möglich. Wir können nur subjektiv wahrnehmen und erkennen.  Immer braucht es eines Individuums, das empfängt. Aber wir können lernen, unser Ego zum Wohl eines Größeren zurück zu nehmen. Dann wird der subjektive Anteil immer kleiner.

 

Eine Voraussetzung für echte Medialität ist die Fähigkeit, das persönliche Denken und Wollen zurücknehmen zu können. Es braucht innere Stille, Hingabe, Neutralität und vor allem einen geduldigen und liebevollen Umgang mit sich selbst, um Weisheiten zu erlangen, die höher als die des Alltagsbewusstseins sind.